Körperwahrnehmung:
Vertrauen Sie Ihrem Körper


Das Selbstbewusstsein stärken
Jeder Mensch nimmt seinen Körper wahr: Wie er aussieht, wie er sich bewegen lässt, wo er zwickt. Neben den bewussten Körpergefühlen laufen Vorgänge wie Herzschlag und Atmung eher unbewusst ab. Auch zahlreiche Bewegungen vollzieht jeder ohne darüber nachzudenken, nimmt Haltungen automatisch ein. Doch die Körperwahrnehmung lässt sich verbessern: Mehr Sensibilität für den eigenen Körper hilft, Veränderungen z. B. in der Muskelspannung frühzeitig zu bemerken und evtl. gegenzusteuern. Das ist wichtig, um sich gesund bewegen und halten zu können. Und macht sogar Stimmung: Eine gute Körperwahrnehmung ist das Fundament für eine positive innere Haltung und ein gesundes Selbstbewusstsein.

Bewegung ist die Basis
Eine gute Körperwahrnehmung erfordert fortwährend Anreize und kleine Experimente. Alltägliche Bewegungen sind dafür ebenso geeignet wie Sport. Mit einem „guten Draht“ zu Ihrem Körper können Sie sich angemessen fordern, falsche Abläufe korrigieren und Schwächen gezielt trainieren. „Wer sensibler für seine Bewegungsmöglichkeiten werden möchte, kann z. B. rückwärts gehen oder abwechselnd auf dem ganzen Fuß und auf den Zehenspitzen. Eine andere Möglichkeit ist es, gewohnte Handlungen in Zeitlupe auszuführen, ", erläutert Prof. Wolfgang Tiedt vom Institut für Tanz und Bewegungskultur an der Sporthochschule Köln. "Viele Trainingsprogramme arbeiten zudem mit Bildern wie ‚den Bauchnabel nach vorn schieben’. Auf diese Weise lassen sich Muskeln und Bewegungen gut aktivieren.“ Atemübungen und Meditation oder Bewegungsprogramme wie Yoga, Tai Chi oder Pilates (s. Kasten) sind exzellente Schulen für Körperwahrnehmung. ...


erschienen in IKK aktiv + gesund 4.2007